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Steckbrief von Aconitum napellus

Beschreibung: Die 40 bis 150 cm hohe Krautpflanze besitzt eine knollig verdickte Wurzel. Der kräftige und straff aufrechte Stengel ist dicht beblättert, kahl oder kraus behaart. Die Blätter sind bis zum Grunde 5- bis 7-teilig, die Teilblätter nochmals in schmale Zipfel unterteilt. Die Blüten sind in dichten, vielblütigen Trauben angeordnet, die verzweigt oder unverzweigt sein können. Die Blüte ist blau bis violett, das obere Blütenblatt zu einem halbkugeligen Helm geformt, kaum höher als breit. Darin eingeschlossen befinden sich zwei bogig gekrümmte Honigblätter. Die Balgfrüchte sind 16 bis 20 mm lang und 5 mm dick.

Blütezeit: Juni bis September

Aconitum napellus wird als Artengruppe aufgefasst, die mehrere Unterarten beinhaltet.

Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet reicht von Schweden über England im Norden, von Portugal und Korsika im Süden bis in die Karpaten im Osten. Als Gebirgspflanze kommt sie vorwiegend in den europäischen Gebirgen wie den Pyrenäen, Alpen und Karpaten vor. In der Schweiz trifft man sie im ganzen Alpenraum sowie im Jura häufig an. In den Tieflagen ist sie hie und da aus Gärten verwildert oder wurde in Flussläufen herabgeschwemmt.

Standort: Der Eisenhut liebt feuchte, humose bis überdüngte Böden. Sein Biotop sind Hochstaudenfluren, Bachufer, feuchte Wiesen und Weiden. Typisch ist sein gehäuftes Auftreten an Lägerstellen. Dies sind überdüngte Böden rund um Alphütten, wo nur wenige Pflanzenarten wachsen, die  vom Vieh nicht gefressen werden. Aconitum ist bis über 2'000 m ü. d. M. anzutreffen.