Schnupfen: Verstopfte und laufende Nase
Eine laufende oder eine verstopfte Nase werden umgangssprachlich als Schnupfen bezeichnet. Aber was ist Schnupfen eigentlich genau? Wie entsteht er und was kann man gegen akuten oder chronischen Schnupfen unternehmen? Wir fassen die wichtigsten Informationen für Sie zusammen.
Eine laufende oder eine verstopfte Nase werden umgangssprachlich als Schnupfen bezeichnet. Aber was ist das eigentlich genau? Schnupfen ist eine akute Nasenschleimhautentzündung und wird medizinisch auch als Rhinitis bezeichnet. Es gibt mehr als 200 verschiedene Viren, die für Rhinitis verantwortlich sein können. Denn die Rhinitis ist das Hauptanzeichen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts, der am weitesten verbreiteten Infektionskrankheit.
Wenn die Rhinitis konstant oder saisonal wiederkehrt, sollte auch die Möglichkeit einer Allergie in Betracht gezogen werden. Im Unterschied zur akuten Nasenschleimhautentzündung entsteht die allergische Form durch eine Immunreaktion auf eigentlich harmlose, aber fremde Substanzen wie Blütenstaub oder Tierallergene.
In selteneren Fällen kann auch eine bakterielle Sinusitis, also eine bakterielle Infektion der Nebenhöhlen, zu einer verstopften Nase führen.
Wenn Viren, Bakterien oder Allergene die Nasenschleimhaut infizieren, löst dies eine Immunreaktion des Körpers aus. Aktivierte Botenstoffe signalisieren darauf den Schleimdrüsen in der Nasenschleimhaut, die Produktion von Schleim zu erhöhen. Der Schleim soll Viren oder Bakterien daran hindern, tiefer in die Atemwege einzudringen und mithelfen, sie aus dem Körper zu befördern.
Anders, als man meinen könnte, entstehen Erkältungen nicht direkt aufgrund kalter Temperaturen. Die Ursache, weshalb wir im Winter anfälliger für Schnupfen und Co. sind, liegt wie eingangs erwähnt in der Luft. Weil diese in den Wintermonaten trockener und kälter ist, können sich die klassischen Erkältungsviren besser verbreiten und so schneller in unsere Atemwege gelangen. Hinzu kommt, dass unser Körper bei Kälte weniger gut durchblutet wird. Eine schlechtere Durchblutung hat zur Folge, dass weniger Immunzellen im Körper zirkulieren. So hat insbesondere unsere Nase, die bei einem gemütlichen Winterspaziergang schnell kalt wird, schlechtere Voraussetzungen, um Erkältungsviren abzuwehren. Viren haben also in der kalten Jahreszeit ein leichteres Spiel, um unser Immunsystem zu überwinden. Auslöser für eine Erkältung ist in den meisten Fällen das Rhinovirus, es sind jedoch viele weitere Virenarten im Umlauf, die zu Symptomen wie Schnupfen oder einer verstopften Nase führen können.
Allergischer Schnupfen
Verstopfte Nasen und laufende Nasen können auch auf eine Allergie (z.B. Heuschnupfen) zurückgeführt werden. Der allergische Schnupfen wird auch dementsprechend als allergische Rhinitis bezeichnet. Hier wird die Entzündung der Nasenschleimhaut durch eine Überreaktion des Immunsystems auf Allergene in der Umgebung ausgelöst. Im Gegensatz zu einem viralen oder bakteriellen Schnupfen ist die allergische Form nicht ansteckend.
Nicht allergischer Schnupfen
Nicht allergischer Schnupfen ist, wie der Name schon sagt, nicht auf Allergene zurückzuführen. Sondern in den meisten Fällen auf Viren und seltener auf Bakterien. Er wird in ansteckende und nicht ansteckende Varianten unterteilt.
Ansteckender Schnupfen vs. nicht ansteckender Schnupfen
Zu den ansteckenden Formen werden durch Viren ausgelöster sowie bakterieller Schnupfen gezählt.
Zu den nicht ansteckenden Schnupfen werden folgende Schnupfen-Arten gezählt:
- Vasomotorische Rhinitis: Ausgelöst durch Veränderungen in Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder durch den Konsum von scharfen Speisen und Getränken.
- Medikamenteninduzierter Schnupfen: Es gibt Medikamente, z. B. Nasensprays oder Bluthochdruckmedikamente, die eine chronische Rhinitis verursachen können.
- Hormonelle Rhinitis: Schwangerschaft, Menstruation sowie bestimmte, damit verbundene Erkrankungen der Drüsen, können zu einer verstopften oder laufenden Nase führen.
- Altersbedingte Rhinitis: Bei älteren Menschen kann die Regulierung der Feuchtigkeit in der Nase beeinträchtigt sein, was zu Trockenheit und Reizung führt.
- Berufsbedingte Rhinitis: Ausgelöst durch Reizstoffe am Arbeitsplatz, wie Chemikalien oder Staub.
- Idiopathische Rhinitis: Wenn keine klare Ursache für die Symptome gefunden werden kann, spricht man von idiopathischer Rhinitis.
Der Hauptunterschied liegt in der Dauer und den zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung.
Akuter Schnupfen
Dauer: Die akute Form dauert in der Regel nicht länger als 1–2 Wochen.
Ursachen: Er wird häufig durch virale Infektionen wie Erkältungen oder Grippe verursacht, kann aber auch durch bakterielle Infektionen oder kurzfristige Exposition gegenüber Reizstoffen ausgelöst werden.
Symptome: Typische Symptome sind eine laufende Nase oder eine verstopfte Nase, Niesen und eventuell leichtes Fieber.
Chronischer Schnupfen
Dauer: Die chronische Form dauert länger als 12 Wochen.
Ursachen: Kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, einschliesslich Allergien, chronische Sinusitis, Medikamentenübergebrauch und mehr.
Symptome: Die Symptome können denen des akuten Schnupfens ähneln, halten jedoch länger an und können gelegentlich variieren.
Zu den häufigsten Beschwerden bei einer Erkältung gehört die verstopfte Nase, die aufgrund der Schleimproduktion und der geschwollenen Nasenschleimhäute entsteht. Als Folge einer Erkältung können jedoch auch Nasen-Nebenhöhlen-Beschwerden oder Wundheit und Krustenbildung in der Nase auftreten. Niesen, Husten, Halsschmerzen oder in manchen Fällen auch leichtes Fieber und Mattheit gehören ebenfalls zu möglichen Beschwerden.
Hauptsächliche Nasenbeschwerden sind demnach:
- Schnupfen (Heuschnupfen, Erkältungsschnupfen, Virus-Schnupfen)
- Nasen-Nebenhöhlen-Beschwerden
- Wundheit in der Nase
- Krustenbildung in der Nase
Lebensstiländerungen
- Allergenvermeidung: Wenn Allergien die Ursache sind, ist es wichtig, den Kontakt mit dem Allergen so weit wie möglich zu vermeiden.
- Luftbefeuchter: Dies kann helfen, die Symptome zu lindern, indem die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.
- Rauchvermeidung: Rauch und andere Reizstoffe können die Symptome verschlimmern.
Alternative Therapien
- Nasenspülungen: Mit einer Salzlösung können Sie die Nase spülen, um den Schleim zu entfernen.
Chirurgische Optionen
In einigen Fällen, wie bei chronischer Sinusitis oder Polypen, kann eine Operation erforderlich sein, um die Atemwege zu öffnen und die Symptome zu lindern.
Tipps zur Behandlung von Schnupfen
Gegen akuten Schnupfen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die darauf abzielen, die Symptome zu lindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Denken Sie daran: Wenn er länger als 10 Tage anhält, mit hohem Fieber einhergeht, schwere oder andere ernsthafte Symptome auftreten, ist ein Arztbesuch ratsam.
Hausmittel bei Schnupfen und Selbstpflege:
- Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie viel Wasser, Kräutertees oder klare Brühen, um den Schleim zu verdünnen.
- Ruhe und Schlaf: Ausreichend Erholung unterstützt das Immunsystem bei der Bekämpfung der Infektion.
- Nasenspülungen: Mit einer Salzlösung können Sie die Nase spülen, um den Schleim zu entfernen.
- Luftbefeuchter: Ein Luftbefeuchter kann helfen, die Luft in Innenräumen feucht zu halten, was die Atmung erleichtert.