Geschwollene Augen – das müssen Sie wissen
Geschwollene Augen treten leider relativ häufig auf. Betroffene wachen morgens nach dem Schlafen mit geschwollenen Ober- oder Unterlidern auf. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann in schlimmeren Fällen gar schmerzhaft sein. Nachfolgend erfahren Sie mehr über geschwollene Augen, deren möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Tritt das Phänomen der geschwollenen Augen morgens nach dem Schlafen auf, ist oftmals ein Stau im Lymphfluss die Ursache dafür. Dieser wird durch die fast waagrechte Haltung im Schlaf verursacht. Treten die geschwollenen Augen nur gelegentlich auf, könnte dies folgende Ursachen haben:
Trockene Augen: Lange Arbeit am Bildschirm, Zugluft, trockene Luft oder Kontaktlinsen können trockene und geschwollene Augen verursachen.
Ernährung: Zu salziges Essen, übermässiger Eiweisskonsum oder Alkohol sind mögliche Gründe, warum die Augen anschwellen.
Erkältung: Sind die Nasennebenhöhlen entzündet, kann dies auch geschwollene Augen verursachen.
Hormone: Der Hormonhaushalt wirkt sich auch auf unsere Augen aus. Das Hormon Östrogen kann bei Frauen während des Eisprungs oder der Menstruation für Wassereinlagerungen – auch um die Augen – sorgen.
Allergien: Zu den häufigsten Ursachen für geschwollene Ober- oder Unterlider zählen Allergien. Die allergische Reaktion äussert sich meistens, indem beide Augen anschwellen und tränen oder jucken.
Medikamente: Gewisse Medikamente können dazu führen, dass als Nebenwirkung Veränderungen der Lidranddrüsen auftreten. Dabei kann es zu einer Verstopfung des Sekretflusses mit nachfolgender Lidschwellung kommen.
Infektionen: Sind die Augen geschwollen, kann dies auch auf eine isolierte Erkrankung des Auges hinweisen. Konkret etwa auf eine bakterielle, virale oder durch einen Fremdkörper verursachte Infektion, wie etwa eine Bindehautentzündung oder ein Gerstenkorn.
Internistische Erkrankungen: Seltener werden geschwollene Augen durch internistische Erkrankungen, wie jene der Schilddrüse, des Herzens oder der Nieren, ausgelöst. Liegt der Verdacht auf einer solchen Ursache, sollten Sie dringend einen Facharzt aufsuchen.
Oftmals werden geschwollene Augen von folgenden Beschwerden begleitet:
- Brennen
- Juckreiz
- Schmerzen
- Verklebungen
- Tränensäcke (Schwächung des Bindegewebes)
- Lidrandentzündung
Wer unter geschwollenen Augen leidet, sollte auf eine salzarme Ernährung achten und Koffein und Alkohol meiden. Ausreichend Wasser oder ungesüsster Tee unterstützen den natürlichen Flüssigkeitshaushalt des Körpers und können Wassereinlagerungen reduzieren.
Ausreichend Schlaf ermöglicht Ihren Augen eine gesunde Pause und gibt den Augen Zeit, abzuschwellen. Eine leicht erhöhte Kopfposition beim Schlafen kann zudem den Lymphabfluss unterstützen.
Zudem sollten Sie bei geschwollenen Augen Ihre Lidränder aktiv pflegen (z.B. mit Similasan BlephaCura® Liquid) oder Ihre Augen regelmässig befeuchten. Die Similasan Augentropfen mit Hyaluron können dabei unterstützend wirken.
Auch kühlende Massnahmen, etwa eine kühlende Maske oder Kompresse (z.B. Similasan Eye Wipes Sensitive), schaffen kurzfristig Erleichterung für die geschwollenen Augenlider.
Leichtes, vorsichtiges Streichen rund um die Augen – stets ohne Druck – kann den Abfluss von Flüssigkeit fördern und geschwollenen Augen entgegenwirken.
Bleiben die Schwellungen über längere Zeit bestehen oder verschlechtern sich die Beschwerden, empfiehlt es sich, eine Fachperson zu konsultieren.
Mit Gurkenscheiben gegen geschwollene Augen?
Gurkenscheiben auf den Augen gelten als klassisches Hausmittel bei geschwollenen Augen, vor allem in Filmen und TV-Serien. Aber stimmt der Mythos tatsächlich? Eher nein: Denn der kurzfristige Frischeeffekt entsteht nicht durch spezielle Wirkstoffe der Gurke, sondern vor allem durch die Kälte, wenn die Gurke zuvor im Kühlschrank gelagert wurde. Diese kann Schwellungen vorübergehend lindern, hat aber keinen nachhaltigen Effekt.
Zudem sind Gurkenscheiben nicht steril und können im schlimmsten Fall Keime übertragen.
Geschwollene Augen am Morgen entstehen oft durch einen verlangsamten Lymphabfluss während des Schlafs. Die waagerechte Liegeposition begünstigt Wassereinlagerungen im Bereich der Augenlider.
Meistens sind geschwollene Augen harmlos und kommen nur vorübergehend vor. In seltenen Fällen können jedoch Allergien, Infektionen oder internistische Erkrankungen wie Herz- oder Nierenerkrankungen dahinterstecken.
Wenn die Schwellungen länger anhalten, schmerzhaft sind, einseitig auftreten oder weitere Beschwerden (z.B. Sehprobleme) dazukommen, sollte eine Fachperson konsultiert werden.
Homöopathische Wirkstoffe können dazu beitragen, das Abschwellen von geschwollenen Augen sanft zu unterstützen:
Argentum nitricum wird aus Silbernitrat hergestellt. In der Homöopathie findet es Anwendung bei geröteten, empfindlichen Augenlidern, insbesondere wenn die Beschwerden von einem brennenden oder stechenden Gefühl begleitet werden.
Conium maculatum, der Gefleckte Schierling, ist eine hochgiftige Pflanze. Sein potenzierter Wirkstoff wird unter anderem bei druckempfindlichen Schwellungen eingesetzt, die sich hart anfühlen und bei denen sich die Beschwerden eher schleichend entwickeln.
Graphites wird aus natürlichem Grafit gewonnen. In der Homöopathie kommt es häufig bei wiederkehrenden oder chronischen Entzündungen der Haut und Schleimhäute zum Einsatz. Typisch ist die Anwendung bei verdickten, geröteten Lidern sowie bei Neigung zu wiederholten Gersten- oder Hagelkörnern.
Sulfur, der homöopathisch aufbereitete Schwefel, wird traditionell eingesetzt bei Entzündungen, die mit Rötung, Wärmegefühl und erhöhter Reizbarkeit einhergehen und immer wieder auftreten.