Symptome und Ursachen von überanstrengten Augen
Unsere Augen vollbringen jeden Tag Höchstleistungen. Von früh bis spät beanspruchen wir sie bei allerlei Tätigkeiten und setzen sie nicht selten hohen Belastungen aus. Stundenlanges Arbeiten am Bildschirm, Fliessbandarbeit oder das Lesen bei schlechtem Licht setzen unseren Augen zu. Ein vollgepackter Tag geht an unseren Augen nicht spurlos vorbei und kann längerfristig zu Augenproblemen oder Kopfschmerzen führen. Verstärkt werden können diese Symptome durch Stress oder gesundheitliche Probleme. Hier erfahren Sie darum wissenswerte Informationen zum Thema «Überanstrengte Augen».
Die Symptome von überanstrengten Augen können vielfältig sein. Oft treten trockene, juckende oder brennende Augen auf. Wenn Ihre Augen zu hohen Belastungen ausgesetzt waren, dann kann es auch zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit kommen. Auch die Sehkraft kann nachlassen, was zu leichten Sehstörungen führen kann. Betroffene fühlen sich ausserdem leicht geblendet und meiden deshalb helles Licht.
Zusammengefasst können bei überanstrengten, gereizten Augen folgende Symptome auftreten:
- Trockene Augen
- Juckende oder brennende Augen
- Tränende Augen
- Kopfschmerzen
- Schwindel und Übelkeit
- Lichtempfindlichkeit
- Fremdkörpergefühl/Sandkorn im Auge
- Leichte Sehstörungen
- Gerötete Augen
Wann sollten Sie die Beschwerden ärztlich abklären lassen?
Plötzliche oder starke Augenschmerzen, eine deutliche Sehverschlechterung, Doppelbilder, Lichtblitze, ein Schatten im Gesichtsfeld, eine Augenverletzung oder ein stark gerötetes Auge sollten rasch durch eine Fachperson abgeklärt werden. Lassen Beschwerden trotz Pausen nicht nach, ist ebenfalls eine Untersuchung sinnvoll.
Dass zu wenig Schlaf anstrengend für unsere Augen ist, liegt auf der Hand. Dennoch kommt es oft vor, dass die für Erwachsene empfohlenen sieben bis neun Stunden Schlaf nicht erreicht werden. Auch lange Autofahrten oder eine hohe Bildschirmzeit am Computer, Tablet oder insbesondere Smartphone können für überanstrengte Augen und entsprechende Symptome sorgen. Achten Sie darauf, bei langen Autofahrten genügend Pausen einzulegen und nutzen Sie bei Ihrem Smartphone die Funktion zur Anzeige der durchschnittlichen Bildschirmzeit. Das kann Ihnen dabei helfen, Ihre Smartphone-Gewohnheiten zu überdenken und bestenfalls die Bildschirmzeit und so die Belastung von kurzwelligem Blaulicht zu reduzieren. Zu überanstrengten Augen können ausserdem auch falsches Licht (zu hell oder zu dunkel) sowie trockene Luft oder Schadstoffe wie Zigarettenrauch führen. Zu den Ursachen von Beschwerden im Zusammenhang mit überanstrengten Augen können auch Nebenwirkungen von Medikamenten gehören. In diesem Fall empfehlen wir den Besuch eines Augenarztes.
Die häufigsten Ursachen von überanstrengten Augen sind demnach folgende:
- Zu wenig Schlaf
- Langes Autofahren
- Lange Bildschirmarbeit (am Computer, Tablet oder Smartphone)
- Falsches Licht: zu hell, zu dunkel oder blendend
- Trockene Luft, Zugluft
- Schadstoffe wie Zigarettenrauch
- Medikamente
Alle Informationen zu müden Augen finden Sie hier.
Hauptursache für überanstrengte Augen ist zu lange Bildschirmarbeit. Wenn wir den Blick konzentriert auf den Monitor richten, verringern wir unsere Blinzelrate von rund 20 Lidschlägen pro Minute auf etwa sieben. Dadurch wird der schützende Tränenfilm zu selten erneuert. Die Konsequenz davon: Die Feuchtigkeit verdunstet und unsere Augen fühlen sich trocken an. Ist die Raumluft zudem trocken – beispielsweise aufgrund von Klimaanlage oder Heizung – verschlimmern sich die Symptome zusätzlich.
Bei Arbeit im Büro ist der Blick auf den Bildschirm unumgänglich. Damit der ständige Blick auf den Monitor nicht zu Symptomen wie Augenschmerzen führt, können einige Tipps befolgt werden. Dazu gehören auch technische Voraussetzungen. Achten Sie im Büroalltag darauf, dass Sie einen Monitor mit hoher Auflösung haben. Eine Erhöhung des Kontrasts auf Ihrem Bildschirm gilt ebenfalls als vorbeugende Massnahme gegen das Office-Eye-Syndrom. Wenn Sie IT-affin sind, können Sie ausserdem den Blaulichtanteil Ihres Screens selbst reduzieren. Fragen Sie alternativ bei Ihren Kolleginnen und Kollegen in der IT nach.
Pause machen
Wer an überanstrengten Augen leidet, sollte sich öfter eine kurze Pause – natürlich ohne Smartphone – gönnen. Gehen Sie an die frische Luft oder suchen Sie eine Umgebung mit natürlichem Licht auf. Dort schliessen Sie die Augen und entspannen sich für ein paar Minuten.
Blick in die Ferne
Orientieren Sie sich an der 20-20-20-Regel: Schauen Sie etwa alle 20 Minuten für mindestens 20 Sekunden auf ein Objekt in rund 20 Fuss (ca. 6 Meter) Entfernung. Das entspannt die Augen bei längerer Arbeit vor dem Bildschirm.
Bewusst blinzeln
Blinzeln Sie während der Bildschirmarbeit regelmässig und vollständig. So wird der Tränenfilm besser auf der Augenoberfläche verteilt.
Bildschirm und Licht anpassen
Vermeiden Sie Spiegelungen und Blendung. Stellen Sie Schriftgrösse, Helligkeit und Kontrast so ein, dass Sie ohne Anstrengung lesen können. Der Bildschirm sollte ungefähr eine Armlänge entfernt stehen; die Oberkante befindet sich idealerweise auf oder leicht unter Augenhöhe.
Schlaf
Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Schlaf bekommen. Vermeiden Sie es, mehrere Nächte hintereinander wenig zu schlafen.
Fokus wechseln
Fixieren Sie nacheinander einige Objekte in unterschiedlicher Entfernung, ohne die Augen dabei zu überfordern. Wechseln Sie anschliessend wieder entspannt in die Ferne.
Palmieren
Reiben Sie Ihre Hände aneinander, sodass sie warm werden. Legen Sie Ihre Handflächen auf die geschlossenen Augen. Lockern Sie dabei sanft den Nacken- und Schulterbereich ein wenig.
Typisch sind müde, trockene, brennende, juckende oder tränende Augen. Auch ein Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen sowie vorübergehend verschwommenes Sehen können auftreten.
Unterbrechen Sie die Bildschirmarbeit, schauen Sie in die Ferne, blinzeln Sie bewusst und vermeiden Sie trockene Luft sowie Blendung. Passen Sie Helligkeit und Schriftgrösse des Bildschirms an Ihre Umgebung an.
Für eine Schädigung der Augen durch das Blaulicht üblicher Bildschirme gibt es keine überzeugenden Belege. Beschwerden hängen eher mit langer «Display-Zeit», wenigen Pausen, ungünstiger Ergonomie und verändertem Blinzeln zusammen. Helles Bildschirmlicht am Abend kann allerdings den Schlafrhythmus beeinflussen.
Häufig bessern sich die Beschwerden nach einer Pause oder nach Ende der belastenden Tätigkeit. Halten sie an, treten sie wiederholt auf oder verschlechtert sich das Sehen, sollten Sie die Ursache fachlich abklären lassen.
Ja. Längere Arbeiten vor dem Computer, ungünstige Lichtverhältnisse oder eine nicht ausreichend korrigierte Fehlsichtigkeit können neben Augenbeschwerden auch Kopfschmerzen begünstigen.
Die Homöopathie bietet sanfte und natürliche Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Augenbeschwerden. Bei müden, gereizten oder überanstrengten Augen kommen unter anderem folgende homöopathische Wirkstoffe zum Einsatz:
Cineraria maritima, auch als Aschenpflanze bekannt, wird in der Homöopathie traditionell bei verschiedenen Augenbeschwerden eingesetzt. Der Wirkstoff kommt insbesondere zur Begleitung von Krankheitsbildern wie Katarakt oder grünem Star zum Einsatz.
Natrium chloratum, auch als Natriumchlorid oder Kochsalz bekannt, ist das Wichtigste in der Homöopathie verwendete Natriumsalz. Es findet demnach auch bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern Verwendung.
Ruta graveolens, die Weinraute, gilt in der Homöopathie als wichtiger Wirkstoff bei überanstrengten Augen. Sie wird vorwiegend bei Augenbeschwerden eingesetzt, die nach längerer Bildschirmarbeit, intensivem Lesen oder langen Autofahrten auftreten.