Menu

Steckbrief von Allium cepa

Beschreibung: Die Zwiebelpflanze besitzt einen 60 bis 120 cm hohen, aufgeblasenen Blühtrieb, der am Ende einen doldigen Blütenstand trägt. Die ausschliesslich grundständigen Blätter sind stets etwas kürzer, röhrig aufgeblasen und blaugrün. Der kugelige Blütenstand hat einen Durchmesser von 5 bis 10 cm und viele dicht stehende Blüten. Die Blütenstiele sind 1,5 bis 4 cm lang, die Blütenblätter sind deutlich kürzer, weiss und mit einem grünen Mittelstreifen versehen. Die Staubblätter überragen die Blütenhülle deutlich und sind am Grunde verbreitert. Die Samen sind dreikantig und schwarz. Blütezeit: Juni

Verbreitung: Als Ursprungszentrum der Küchenzwiebel wird Mittelasien, genauer NW-Indien und Afghanistan, angenommen. Von dort verbreitete sie sich nach Vorderasien und ins Mittelmeergebiet. Heute wird sie weltweit in zahlreichen Sorten kultiviert. Hauptproduktionsländer sind China, Indien und die USA, in Europa Spanien, Polen und die Niederlande.

Standort: Über die wilden Vorfahren dieser Kulturpflanze sind keine genauen Erkenntnisse vorhanden. Hingegen kommen in Mittelasien auch die Wildformen des Schnittlauches Allium schoenoprasum und der Lauchzwiebel Allium tuberosum sowie weitere Allium-Wildarten vor. Diese werden heute noch zu Nahrungszwecken gesammelt. Ihre Standorte sind in den zentralasiatischen Gebirgen und Steppengebieten. Es ist wahrscheinlich, dass auch der wilde Vorfahre der Küchenzwiebel diese Standorte besiedelt hat.

Besonderheiten: Die ältesten Nachweise für die Kultur der Zwiebel stammen aus dem Alten Ägypten 3000 bis 2100 v. Chr. in Form von bildlichen Darstellungen. Pflanzenfunde aus Grabkammern existieren aus der Zeit von etwa 1550 bis 1085 v. Chr. In Mitteleuropa stammen die ersten Nachweise aus dem Frühmittelalter: Den Inventaren kaiserlicher Gärten und dem Entwurf zum Klostergarten St. Gallen ist der Anbau von Zwiebeln zu entnehmen. Die Zwiebel enthält verschiedene schwefelhaltige Senföle. Die Thiosulfinate wirken antibakeriell. Einige Sulfidverbindungen sind flüchtig und für den typischen Geruch verantwortlich. Das Propanthial-Soxid reizt die Tränendrüsen und bringt beim Zwiebelschneiden die Augen und Nase zum Triefen.

verwendeter Teil: frische Zwiebelknollen