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Steckbrief von China

Beschreibung: Der 5 bis 15 m hohe Baum besitzt eine rundliche, dicht belaubte Krone, die durch rechtwinklig abstehende Äste gebildet wird. Junge Zweige sind meist behaart. Der Baum hat relativ grosse Blätter, 15 bis 40 cm lang und 7 bis 25 cm breit, die 7 bis 15 bogige Seitennerven aufweisen. Die Blüten befinden sich in einer vielblütigen Rispe, die bis 35 cm lang und gegenständig aufgebaut ist. Die röhrigen Blüten sind rötlich-weiss und seidig behaart. Die Kronblattlappen sind halb so lang wie die Kronröhre. Die Frucht ist eine kleine, längliche Kapsel.

Verbreitung: Sie kommt in den Anden Südamerikas von Peru über Ecuador, Kolumbien bis Venezuela und in Mittelamerika in Panama und Costa Rica vor. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Indonesien, dort vor allem auf Java, und in Zaire. Des Weiteren wird der Chinarindenbaum auch in Indien, Sri Lanka, Afrika, Südamerika und in Russland angebaut.

Standort: Im Gebirge zwischen 900 und 2'800 m ü. d. M. ist der Chinarindenbaum verbreitet. Sein Standort sind die Nebelwälder beider Andenkordillieren, die das ganze Jahr feucht und regnerisch sind.

Besonderheiten: Die Chinarinde wurde bereits von den Indianern Südamerikas verwendet, als 1633 ein Jesuitenpater die Heilwirkung gegen Malaria beschrieb. Dies trug dem Medikament den Namen «Jesuitenpulver» ein. Die Pflanze wurde aber erst 1735 botanisch beschrieben, und 1820 konnte der Wirkstoff Chinin isoliert werden. Bis nach dem 2. Weltkrieg blieb die Chinarinde das einzig wirksame Medikament gegen Malaria. Heute wird die Rinde in Plantagen von den Zweigen, vom Stamm und von den Wurzeln gewonnen. Beim mehrheitlich angewandten «uprooting» werden die Bäume im Alter von 12 Jahren gerodet. Die Stamm- und Zweigrinde wird abgeklopft, wodurch sie sich ablösen lässt. Die Wurzelrinde wird mit dem Messer geschält. Anschliesssend lässt man die Rinde an der Sonne und in Apparaten trocknen.

verwendeter Teil: getrocknete Rinde