Drosera
Sonnentau
Steckbrief von Drosera
Beschreibung: Die 5 bis 30 cm hohe, insektenfangende Pflanze besitzt horizontal ausgebreitete Blätter. Diese haben eine rundliche, 5 bis 10 mm breite Spreite mit langestielten, klebrigen Fangdrüsen von roter Farbe. Der blattlose Stängel steigt in der Mitte der Blattrosette senkrecht auf und trägt den oft verzweigten Blütenstand. Die Blüten sitzen zu wenigen am oberen Ende, die Kronblätter sind 4 bis 6 mm lang und weiss. Die Fruchtkapsel ist glatt, ihre Samen sind von einem feinen, unregelmässigen Netz überzogen.
Blütezeit: Juli bis August
Verbreitung: Der nur auf der Nordhemisphäre verbreitete Sonnentau findet man von Nord- bis Südeuropa, in Asien von Sibirien bis zum Kaukasus, Altai-Gebirge und Japan, in Nordamerika von Alaska bis Kalifornien und Alabama sowie in Südgrönland. In der Schweiz findet man ihn bis in höhere Lagen der subalpinen Stufe. Er ist streng an das Vorkommen von Hochmooren gebunden und insgesamt ziemlich selten.
Standort: Die Pflanze kommt ausschliesslich zusammen mit Torfmoosen (Sphagnum) in Hochmooren und Torfschlenken vor. Die Böden sind nährstoffarm und sauer, und das Substrat für den Sonnentau besteht aus einem Schwamm wassergetränkter Torfmoose. Die Stickstoffarmut fördert das Vorkommen fleischfressender Drosera-Arten.
Besonderheiten: Die rötlichen Fangtentakeln sondern klare, farblose Schleimtropfen ab, die der Pflanze den Namen Sonnentau gaben. Diese glitzernden Tropfen locken kleine Insekten an, die am klebrigen Schleim hängen bleiben. Die Zappelbewegung induziert das Einrollen der Blätter, wodurch es für die Insekten kein Entrinnen mehr gibt. Die Tentakeldrüsen scheiden Enzyme ab, welche die gefangenen Insekten auflösen und verdauen. Die so herausgelösten Nährstoffe werden von den Blättern resorbiert. Vor allem der Stickstoffbedarf der Pflanze wird auf diese Weise gedeckt.
verwendeter Teil: zu Beginn der Blüte gesammelte, ganze, frische Pflanze