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Steckbrief von Guajacum

Beschreibung: Der kleine Baum, bis maximal 13 m hoch, besitzt eine dicht belaubte und abgerundete Krone. Sein Stamm ist oft krumm und gabelig mit einem Durchmesser von 25 bis 30 cm. Die hellbraune bis grünliche Borke löst sich in dünnen Schuppen vom Stamm. Die Blätter sind zwei- bis dreipaarig gefiedert und gegenständig. Die Fiederblätter sind lederartig, stumpf und ganzrandig. Die blassblauen Blüten sitzen zu sechst bis zehnt in einer Scheindolde. Die Frucht ist eine orange, herzförmige, seitlich zusammengedrückte Kapsel, deren zwei Fächer je einen Samen enthalten.

Verbreitung: Florida, Antillen, Küstengebiete von Mittelamerika, vor allem Honduras und Panama, und im nördlichen Südamerika in Guayana, Venezuela und Kolumbien.

Standort: Guajacum kommt an sehr unterschiedlichen Standorten vor. Es sind vorwiegend trockene Orte in Küstennähe auf Kalkböden, in Trockenwäldern, Buschvegetation und auf beweideten Flächen.

Besonderheiten: Das Guajakholz zählt zu den härtesten, schwersten und dauerhaftesten Hölzern überhaupt und besitzt eine gleichmässig feine Beschaffenheit. Dies gilt für das Kernholz, das Splintholz ist jedoch weniger widerstandsfähig. Das Holz des Guajakbaumes besitzt eine relative Dichte von 1,3 und ist somit schwerer als Wasser. Dank seiner grossen Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse, Salzwasser und Faulprozesse eignet es sich als technisches Material für hohe mechanische Beanspruchungen. Guajakholz wurde seit Anfang des 16. Jahrhunderts in Mitteleuropa als «Lignum sanctum» gegen Syphilis eingesetzt. Bis heute ist diese Indikation noch in Zentralamerika und auf den Antillen gebräuchlich.

verwendeter Teil: durch Ausschmelzen des Kernholzes gewonnene Harz