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Steckbrief von Ledum

Beschreibung: Der bis 1,5 m hohe, immergrüne Strauch ist stark duftend. Er besitzt lanzettliche, derbe Blätter mit zurückgerolltem Rand, die unterseits rotbraun-filzig sind. Die weisslichen Blüten befinden sich in endständigen, doldenartigen Blütenständen. Aus den 5-zähligen Blüten entstehen eiförmige, überhängende Kapseln, die 5-klappig aufspringen und viele Samen entlassen.

Blütezeit: Mai bis Juni

Verbreitung: Nord- und Osteuropa, Nord- und Mittelasien. In Mitteleuropa im nordöstlichen Deutschland sowie in Ober- und Niederösterreich. Früher war sie auch im Nordschwarzwald, im Bayrischen Wald und in der Steiermark anzutreffen, sie ist hier heute aber verschwunden.

Standort: Die kalkmeidende Pflanze wächst in feuchten Kiefernwäldern, in Hoch- und verheideten Übergangsmooren. Sie kann dort massenhaft auftreten. Ledum palustre ist ein typischer Vertreter der Ericaceae, der wie die Moorbeere Vaccinium uliginosum oder das Heidekraut Calluna vulgaris an Moorrändern ideale Lebensbedingungen findet. Hier ist das saure Bodenwasser etwas nährstoffreicher als im Hochmoor selbst, der feuchte und kühle Klimacharakter bleibt jedoch der gleiche.

Besonderheiten: In der Volksmedizin verschiedener Naturvölker wurde der Sumpfporst mit seinem aromatisch duftenden Rauch als Räuchermittel verwendet. Glimmende Blätter und Zweige sondern einen harzig-würzigen Duft ab. Der Volksname «Mottenkraut» weist anscheinend auf eine mottenvertreibende Wirkung der Pflanze hin. 

verwendeter Teil: getrocknetes, blühendes Kraut, auch junge Sprossen