Mezereum
Seidelbast
Steckbrief von Mezereum
Beschreibung: Der 30 bis 150 cm hohe Strauch besitzt rutenförmige, anliegend behaarte Zweige. Die jungen Zweige sind gelblich bis grünlich braun, die zweijährigen bilden eine braungraue, rissige und weiche Rinde. Die Blätter sitzen nur an der Zweigspitze, sind lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, bis 14 cm lang und kurz gestielt. Die violettroten Blüten sitzen zu 1 bis 4 in den Achseln vorjähriger, abgefallener Blätter. Sie erscheinen vor den neuen und bilden einen ährenähnlichen Knäuel. Die einsamige Steinfrucht ist kugelig und zur Reife leuchtend rot. Blütezeit: Februar bis April
Verbreitung: Der Seidelbast besitzt eine europäisch-westasiatische Verbreitung. Im Norden bis zum 68. Breitengrad über Südengland, Norwegen, Finnland und Nordrussland zum Altai-Gebirge. Im Süden von Ostspanien über Kalabrien nach Kleinasien zum Kaukasus. In Nordamerika ist er aus Kulturen verwildert und im Nordosten der USA und im östlichen Kanada anzutreffen. In der ganzen Schweiz, verstärkt im Jura, ist er bis in die subalpine Stufe recht verbreitet, aber nicht häufig.
Standort: Der Seidelbast kommt in Laubwäldern, vorwiegend in Buchenwäldern, seltener auch in Nadelwäldern, auf Felsschutt und in Gebüschen vor. Er liebt feuchte, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden. Besonders typische Standorte sind der Orchideen-Buchenwald und der Alpenheckenkirschen-Buchenwald. Dies sind Lebensräume der unteren und montanen Stufe bis ca. 1'200 m ü. d. M. auf eher trockenen, mit Steinen durchsetzten, kalkreichen Böden. Diese Buchenwälder der Hanglagen sind mit weiteren Laubbaumarten und auch mit Nadelbäumen eingemischt.
verwendeter Teil: frische oder getrocknete und gepulverte Zweigrinde