Pulsatilla
Wiesen-Küchenschelle
Steckbrief von Pulsatilla
Beschreibung: Die ausdauernde, 10 bis 50 cm hohe Pflanze besitzt einen aufrechten und dicht behaarten Stängel, der etwa in der Mitte in einem Wirtel (Kreis, Quirl) angeordnete, dreizipflige Blätter trägt. Die anderen Blätter sind vorwiegend grundständig, 3- bis 4-fach gefiedert mit schmalen Endabschnitten und ebenfalls weisszottig behaart. Die meist nickenden Blüten stehen einzeln, ihre 6 Blütenblätter sind 1,5 bis 3 cm lang und an der Spitze nach aussen zurückgerollt. Bei den länglichen Früchten wachsen die Griffel zu einem bis 6 cm langen Schweif heran, der zur Verbreitung durch den Wind dient.
Blütezeit: April bis Juni
Verbreitung: Mittel- und Osteuropa. Im Westen von Südost-Norwegen, Dänemark, Deutschland östlich der Elbe, Österreich und im Osten bis ins Baltikum, ins europäische Russland und die Ukraine. In Deutschland wird sie auch in Kulturen angebaut.
Standort: Die Pflanze kommt in trockenen Wiesen, lichten Kiefernwäldern, an Waldrändern und auf offenen, sandigen Hügeln vor. Sie gedeiht auf Kalkböden, aber auch auf mehr oder weniger sauren und sandigen Böden. Sie ist vorwiegend im Tiefland anzutreffen, steigt aber auch bis in die montane Stufe (bis ca. 1'200 m ü. d. M.).
Besonderheiten: Die Gattung Pulsatilla ist nahe verwandt mit der Gattung Anemone. So wurde die Wiesen-Küchenschelle früher auch als Anemone pratensis bezeichnet. Die Gattung Pulsatilla unterscheidet sich von Anemone durch ihre stete Einblütigkeit, durch ihre oft vorhandenen Honigblätter und durch ihren Griffel, der zur Fruchtzeit verlängert, fadenförmig und abstehend behaart ist. Pulsatilla umfasst etwa 30 Arten und ist auf der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 30. Breitengrad und dem Polarkreis verbreitet. Die meisten Arten findet man in Mittel- und Ostasien, fünf Arten kommen in der Schweiz vor.
verwendeter Teil: ganze, blühende Pflanze