Veratrum album
Weisser Germer
Steckbrief von Veratrum album
Beschreibung: Beim Germer handelt es sich um eine 60 bis 150 cm hohe, schlanke Pflanze mit im unteren Teil kahlem Stängel, der weiter oben weich und anliegend behaart ist. Die Blätter sind schraubig angeordnet, die untersten bis 20 cm lang, die oberen lanzettlich und alle stängelumfassend. Die Blüten befinden sich zahlreich in einer traubenartigen Rispe. Die sechs Blütenblätter sind 10 bis 20 mm lang, gelb-grün bis grün mit dunkelgrünem Mittelnerv. Die Frucht ist eine 3-fächrige Kapsel mit vielen Samen.
Blütezeit: Juni bis August
Verbreitung: Die Pflanze kommt in den europäischen Gebirgen wie den Alpen, Pyrenäen, Karpaten und im Balkan vor. Auf den Britischen Inseln fehlt sie, in Skandinavien ist sie nur im Norden um den 71. Breitengrad verbreitet, des Weiteren in ganz Asien von der Nordküste bis zum Kaukasus und bis nach Zentralasien sowie Japan. In der Schweiz ist sie in den ganzen Alpen wie auch in den Voralpen und im Jura, zuweilen auch sehr gehäuft, anzutreffen.
Standort: Der Germer wächst auf feuchten, tiefgründigen Böden, die meist kalkhaltig und stickstoffreich sind. Man findet ihn in Hochstaudenfluren, das sind hochwüchsige Kräuterbestände, die schnell und üppig wachsen. Daneben ist er auch in Feucht- und Nasswiesen anzutrefffen, nicht selten in den Randbereichen von Flachmooren, wo er vom Nährstoffeintrag der Beweidung profitiert. Ganz typisch ist sein Auftreten in Lägergesellschaften um Sennereien, wo er auch nach Aufgabe der Viehwirtschaft durch den hohen Nährstoffgehalt des Bodens noch Jahrzehnte ideale Wachtumsbedingungen vorfindet.
verwendeter Teil: frische oder getrocknete unterirdische Teile